Von Hänsel, Gretel und dem Knusperhaus, das wirklich glücklich macht
Vor den Toren Kassels, tief im Herzen Nordhessens, wo die Wälder noch so dunkel und geheimnisvoll sind wie zu Zeiten der Brüder Grimm, da erzählen sich die Leute eine Geschichte. Es ist nicht die alte Mär von Hänsel und Gretel, die sich im finsteren Wald verirrten und von einer Hexe in ein Haus aus Lebkuchen gelockt wurden. Nein, es ist eine neue Geschichte, eine Geschichte für unsere Zeit.
Der finstere Wald des Alltags
Ein jeder von uns kennt diesen Wald. Es ist der Wald des langen Arbeitstages, der unendlichen Aufgaben und der nimmer enden wollenden Pflichten. Man irrt umher, müde und hungrig, und der Magen knurrt lauter als der Wolf im Märchen. Die Kieselsteine der Energie sind längst aufgebraucht, und man sehnt sich nach nichts mehr als einem rettenden Licht, einem Ort der Wärme und des Trostes.
Manch einer fühlt sich dann wie Hänsel, der die Stärke verliert. Manch eine fühlt sich wie Gretel, die vor lauter Sorge weinen möchte. Und der Hunger, dieser nagende Gesell, wird zur bösen Hexe, die einen zu übermannen droht.
Ein Duft, lieblicher als Lebkuchen
Doch horch! Was ist das für ein Duft, der durch die Gassen von Baunatal weht? Es ist kein süßlicher Lockruf von Pfefferkuchen, der Tücke verbirgt. Es ist ein ehrlicher, herzhafter Duft. Er riecht nach knusprigem Schweinebraten in dunkler Biersoße, nach goldbraunen Schnitzeln, die in der Pfanne brutzeln, und nach dem würzigen Aroma der nordhessischen Ahlen Wurscht.
Dieser Duft ist ein Versprechen. Er führt die Verirrten des Alltags nicht in die Irre, sondern direkt zu einem Haus, das wahrlich aus lauter guten Dingen gemacht ist: dem Brauhaus Knallhütte.
Das Knusperhaus ohne Tücke
Sehet, dieses Haus ist das wahre Knusperhaus unserer Heimat. An seinen Wänden rankt kein Zuckerguss, sondern ehrliche Gastfreundschaft. Aus seinem Schornstein steigt kein Hexenrauch, sondern der wohlige Dampf aus den Kochtöpfen. Und klopft man an seine Tür, so öffnet keine böse Alte, sondern die guten Geister des Hauses, die einen mit einem Lächeln willkommen heißen.
Hier darf man knabbern, so viel man mag, und muss keine Angst haben, selbst im Ofen zu landen. Man singt ein neues Lied:
„Knusper, knusper, Schnitzelchen,
wer knabbert an meinem Tischchen?“
Und die Gäste antworten im Chor:
„Der Hunger, der Hunger, der klopfte ans Tor!“
Man setzt sich an die schweren Holztische, und alsbald wird aufgetischt, was das Herz begehrt. Ein jeder Teller ist ein Schatz, wertvoller als alle Edelsteine, die Hänsel und Gretel je im Hexenhaus gefunden haben. Die Speisen schmecken nach Heimat, nach Sorgfalt und nach der Gewissheit, am richtigen Ort zu sein.
Die Hexe ist besiegt
Mit jedem Bissen wird die böse Hexe – der quälende Hunger und die Erschöpfung – kleiner und kleiner, bis sie gänzlich verschwunden ist. Übrig bleibt nur ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Man ist nicht mehr verloren, man ist angekommen. Man hat den Weg aus dem finsteren Wald gefunden und sitzt nun sicher und geborgen in der warmen Stube.
So ist das Brauhaus Knallhütte für die Menschen in Nordhessen zu jenem Ort geworden, der das Versprechen des Knusperhauses einlöst, aber ohne dessen Gefahren. Es ist ein Zufluchtsort, an dem man seine Sorgen vor der Tür lassen und sich einfach nur stärken und freuen kann.
Und so ist es kein Wunder, dass die Leute immer wieder